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Donnerstag, 28. Mai 09

Es hat sich vielleicht der ein oder andere gefragt was es denn mit der "Grossen Hotel-Robbery" auf sich hat - wir hatten bisher schlicht zu arg dran zu knabbern, als dass wir oeffentlich damit werden wollten. Aber mit Fortschreiten des Lernprozesses ist im Kopf mitlerweile wieder so viel Platz, um diesen klein Erklaerung abzufassen:
Bereits am 10.05.09 ist folgendes geschehen: Wir kamen abends nach einem langen Nachmittag im Internetcafe zurueck in unser Hotel und fanden unsere Zimmertuer unverschlossen. Das Vorhaengeschloss war weg, das normale Tuerschloss ebenfalls aufgebrochen. Es war eher wie im Film, oder im Traum, fuehlte sich aber in keinem Fall so an als wuerde das gerade uns passieren: nichts war durchwuehlt oder durcheinander gebracht, die Raeder, die Klamotten - alles sah unangetastet aus. Nur der Laptop war weg und die gute alte Canon FT QL samt Objektive und die verbliebene Digitalknipse und und und - vor allem: die externe Festplatte. Waeren es alles entwickelte Fotos gewesen, haette der Dieb wahrscheinlich einen Gabelstapler gebraucht und ales waere aufgefallen; so aber konnte er ganz bequem alle digitalen Fotos in der Westentasche davon tragen...
Dass die Chancen sehr gering stehen solches Diebesgut in einer Stadt wie Dar es Salaam wieder zu bekommen war uns von Anfang an klar, dennoch haben wir gekaempft. Haben hohe Kontakte zur Polizei aufgebaut und das Hotelmanagement wiederholt beim Abtransport aufs Polizeirevier gesehen, haben alle serioesen und zwielichtigen Elektronikhaendler im Viertel instruiert und per Flyer auf Englisch und Swahili eine ausreichende Menge Geld geboten um den Kram zurueck zu kaufen.
Doch jetzt bleibt wie gesagt nur noch die Lektion...



Dienstag 26. Mai 09

Wir koennen nicht klagen - langweilig wird es und nicht in Dar es Salaam! Wir sind eher froh, wenn wir gerade mal nicht so viel tun koennen, oder uns eine kleine Pause goennen. Ansonsten arbeiten wir an unserem Filmprojekt und loten aus, wie weit es mit der Linux 4 Afrika Initiative gekommen ist. Eng damit verbunden sind auch die Nachforschungen bezueglich zweier Container voll mit gespendeten L4A-PCs, die seit fast einem Jahr im Hafen von Dar stecken und folglich nicht an die vorhergesehenen Schulen weiter gegeben werden koennen. Die grosse Hotel-Robbery hat sich mitlerweile mehr und mehr zu einer Lektion gewandelt, die es peu a peu zu lernen gilt. Soll heissen, das Diebesgut ist nach wie vor verschwunden. Nebenher muessen wir langsam konkret werden, was unsere Rueckreise nach Europa angeht. Hier strecken wir unsere Fuehler in jede Richtung aus und sind gespannt, was uns letzten Endes widerfahren wird.
Kurz gesagt: wir pendeln zwischen Entspannung und Anspannung und haben viel Spass dabei!



Freitag 08. Mai 09

Am fruehen Abend haben wir Dar es Salaam ereicht. Das Ziel unserer Reise. Obwohl wir in Tansania und auch in Dar bereits einige unangenehme Erfahrungen mit Taschendieben, Hasslern und anderen linken Typen hatten sind wir guter Dinge, dass uns auch hier wieder eine tolle und ereignissreiche Zeit erwartet. So werden wir zunaechst ausreichend Projektarbeit mit dem "Linux 4 Afrika" Projekt haben, dafuer auch das ein oder andere Mal ins Hinterland reisen, werden versuchen zwei haengengebliebenen Container aus dem Hafen frei zu pressen, und schliesslich Mitbringsel fuer die Lieben daheim besorgen und unsere Rueckreise organisieren. Dass wir bei all diesen ToDos nicht vergessen werden unsrer Seele suedsseegerecht baumeln zu lassen versteht sich natuerlich von selbst.



Samstag 02. Mai 09

Von Alexandria nach Mombasa, vom Mittelmeer an den Indischen Ozean. Wir haben es geschafft. Nach ewigen Sandwuesten nun endlich wieder Wasser. Nachdem wir die 500km von Nairobi nach Osten geradelt sind, durch die Tansanische Regenzeit, durch Nationalparks, vorbei an Zebras und laengst endseelten Hyaenen und Schlangen, immer den ersten Masten, oder die erste Schaumkrone am Horizont suchend, haben wir die Suedsee erreicht. Weisser Strand, hellblaues Wasser, Palmen, Kokosnuesse und Capirinha - Es ist einfach wie im Katalog!